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Goslarsche Zeitung, 04. April 2011

Der Osterhase bringt neue Audio-Guides

 Pünktlich zum Beginn der Ferien soll die neue, halbstündige Kinderführung fertig sein – „Flohmarkt“ trägt zur Restfinanzierung bei 

 

Ein neuer Audio-Guide für das Zinnfigurenmuseum war das Ziel, für das Ehrenamtliche und Mitarbeiter des Museums das sonnige Wochenende im Garten gegen den Flohmarkt in und an der Lohmühle eintauschten. 

Der Einsatz hat sich gelohnt: Zwei Hörgeräte können damit nach Auskunft von Zinnfigurenmuseumschefin Antje Baensch finanziert werden. Damit ist die ursprüngliche Deckungslücke von 4000 Euro zwar erst ein Stück weit geschlossen, die Vorsitzende ist jedoch zuversichtlich, dass es noch gelingt.

Der Trägerverein investiert insgesamt gut 20 000 Euro, eingenommen durch Spenden und Verkäufe, in die neue Technik: 24 Audio-Guides werden damit angeschafft, eine neue Führung für Kinder und auch eine für Erwachsene ist in Auftrag gegeben. Pünktlich zum Beginn der Osterferien am 16. April soll alles zum Einsatz bereit sein. Die Vorgängergeräte waren veraltet, die Führungen erst recht: Durch den Umzug ans Museumsufer hatten sich auch laut Baensch die Inhalte der Ausstellungen geändert.

Die Erfahrung habe gezeigt, wie wichtig Audio-Guides gerade für das Zinnfigurenmuseum seien, erläutert Baensch: Wer den Blick in den Miniaturwelten der Dioramen schweifen lässt, kann nicht ständig zwischendurch auf einen Zettel gucken, ohne abgelenkt zu werden. Durch den Audio-Guide werden die Informationen zeitgleich aufgenommen. Die neue Führung für Kinder dauert eine halbe Stunde und führt die Teilnehmer zu 18 Stationen, deren Besonderheiten ihnen mit einem Dialog zwischen zwei Kindern (David und Marie) nahe gebracht werden.

Die Erwachsenenführung dauert eine Stunde, ist auch in englischer Sprache erhältlich und beinhaltet Informationen zu allen Dioramen der Goslarer Geschichte (inklusive Bergbau), das sind an die 40. Die Informationen können auch einzeln nach Stationen abgerufen werden. Von so manchen Schätzchen trennte sich das Museum nur schwer. Baensch tröstete sich mit der Tatsache, dass der Verkauf Platz für die Umsetzung neuer Ideen schaffe. Zum Verkauf standen unter anderem die vollplastischen Figuren aus Tillys Heereszug – zwölf Reiter, Fußvolk, zwei Wagen, eine Leiche und ein Hund, ein Diorama, das für die EXPO gemacht worden war und zur Darstellung des Dreißigjährigen Krieges gehörte.