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Goslarsche Zeitung, 09. September 2010

Besucheranstieg bei den Zinnfiguren

 

Jahreshauptversammlung:

Ein Berliner Zinnfiguren-Kenner und die Chefin der Stadtführergilde verstärken künftig den Vorstand

 

Der Förderkreis Goslarer Zinnfiguren-Museum machte aus der Not eine Tugend; auf der etwas spät im Jahr anberaumten Jahreshauptversammlung wurde der Blick eher nach vorne gerichtet.

Die Entwicklung des Museums wird vom Verein recht positiv beurteilt, so haben die Besucherzahlen in diesem Jahr eine steigende Tendenz, und das, obwohl sie auch 2009 schon über dem Vorjahresniveau lagen. In den ersten acht Monaten dieses Jahren haben schon rund 11 000 Menschen, mehr als im ganzen vergangenen Jahr, das Zinnfigurenmuseum besucht, rechnete Antje Baensch, Vorsitzende des Förderkreises , vor. Bei Schulklassen und Kindergeburtstagen sei die Nachfrage besonders stark  angestiegen. „In den Sommerferien haben wir Gießen und Bemalen angeboten – da war hier jeden Tag etwas los“, erinnert sich Baensch. Manchmal sei das Team an die Kapazitätsgrenze gestoßen, ergänz Ehrenvorsitzender Achim Baensch.

Und das, obwohl im Dezember 2009 mit Patrick Kruse der zweite hauptamtliche Mitarbeiter angestellt werden konnte. „Das ist das Wenigste, was wir personell brauchen“, betont Antje Baensch. Zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen verstärken das Team: Helga Theuerkauf und Katrin Kriebel. Michael Gieselberg seit einem halben Jahr die Dioramen zur Rechtsgeschichte, die nach Fertigstellung eine Sonderausstellung bestücken sollen.

Einige Veränderungen brachten die Nachwahlen zum Vorstand mit sich. Dem fünfköpfigen Vorstandsteam fehlt ein Fachmann für Zinnfiguren. Er wurde in der Person von Erwin Gronwaldt aus Berlin gefunden. Nach Auskunft der Förderkreisvorsitzenden klappe die Zusammenarbeit per E-Mail sehr gut. Außerdem stellte der viel beschäftigte Stadtarchivleiter Ulrich Albers sein Amt als Fachmann für die Goslarer Stadtgeschichte zur Verfügung, das jetzt von Ute Pötig ausgefüllt wird, die Baensch als einen „großen Gewinn“ bezeichnete. Die Vorsitzende der Goslarer Stadtführergilde wurde ebenso wie Gronwaldt einstimmig in den Vorstand gewählt, der jetzt aus sechs Köpfen besteht und von Antje Baensch (erste Vorsitzende) und Dr. Uwe Thieme (zweiter Vorsitzender) angeführt wird. Zu den Vorhaben für die nächste Zeit gehört die Anfertigung eines Dioramas zum Oberharzer Wasserregal, das auch sozialen Fragen nachgehen soll. Ein weiteres Diorama könnte sich mit der neuen Stadtführung zu starken Frauen in der Goslarer Geschichte befassen.

Besonders am Herzen liegt den Zinnfigurenfreunden die Aktualisierung des Audio Guides in deutscher und englischer Sprache. In den Dioramen seien viele Informationen versteckt, die der Betrachter auf den ersten Blick nicht entschlüsseln könne. Das Angebot einer Audio Führung sei für das Museum besonders wichtig, damit sich die Besucher „durch das Hören auf das Sehen konzentrieren“ könnten. Auch die Idee der „Kultur in der Lohmühle“ soll wieder aufgegriffen und mit ehrenamtlicher Hilfe geplant und umgesetzt werden.