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HISTORISCHES
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Goslarsche Zeitung, 29. März 2010

 Antike zieht in die Lohmühle ein

Zum Silberjubiläum gratulieren Odysseus und Ramses

 Mit dem Start einer Sonderausstellung rund um Trojas Sagenwelt hat das Zinnfiguren-Museum gestern seinen 25. Geburtstag gefeiert. Etliche Akteure, die schon vor einem Vierteljahrhundert an der Münzstraße den Grundstein für das museale Schmuckstück gelegt haben, waren auch in der Lohmühle dabei. 

Was war das für ein Wehklagen in Sammlerkreisen: Als das Aus für die Goslarer Einrichtung an der Münzstraße bekannt wurde, erinnerte sich Dr. Wolfgang Weiß, flaggte die deutsche Zinnfiguren-Landschaft quasi halbmast. „Aber, oh Wunder, in der Lohmühle ist es sogar noch attraktiver“, lobte der Klio-Präsident die neue Heimat am Klapperhagen, wo die nur wenige Zentimeter kleinen Hauptfiguren nun auch schon wieder gute zwei Jahre wohnen.

Weiß hatte gestern gleich zwei Aufgaben zu erfüllen: Als Klio-Chef der „Deutschen Gesellschaft der Freunde und Sammler kulturhistorischer Zinnfiguren“ hob er Goslar als „Vorbild für andere Häuser“ hervor. Als Leihgeber der neuen Sonderausstellung lässt er dort gemeinsam mit Sohn Matthias ein Jahr lang Homers Werke „Ilias“ und „Odyssee“ sowie historische Figuren aus jener Epoche Gestalt annehmen – Odysseus und Ramses grüßen in Zinn und Blei.

In zweiter Funktion ist auch Weiß übrigens so gut wie ein Mann der ersten Goslarer Zinnfiguren-Stunde, die 1985 bei Sonnenschein an der Münzstraße schlug. Vorsitzende Antje Baensch, ihr Mann und Ehrenvorsitzender Achim Baensch, das singende Ehrenmitglied Borris Bornhof und selbstredend Werksattleiter Wolfgang Frank setzten damals wie gestern die Akzente. Weiß sprach vom „freundschaftlichen Teamwork“ in Goslar: „Die positive Grundstimmung gehört zu Flair des Hauses.“ Und Bürgermeisterin Gudrun Pfeiffer wusste: „Das Goslarer Zinnfiguren-Museum ist bundesweit bekannt und genießt weltweite Anerkennung.“

Wer so gelobt wird, gibt die Komplimente am besten gleich weiter. Antje Baensch zeichnete Mitstreiter Frank aus, der als gelernter Tischler und Innenarchitekt die Ideen ihres Mannes in Form und Farbe umzusetzen half: „Eine kongeniale Partnerschaft.“ Und weil so viele Präsente hin- und herwechselten, erhielt Baenschs Vize, Dr. Uwe Thieme, auch gleich noch ein Geschenk: Er feierte am 25. Geburtstag des Museums seinen 69. Geburtstag.

Die Sonderausstellung „Rund um Troja – Völker, Fakten, Phantasien um 1250 v. Chr.“ ist bis März 2011 im Zinnfiguren-Museum zu sehen. Die Einrichtung in der Lohmühle hat von April bis Oktober täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, von November bis März bis 16 Uhr. Der mit dem Goslarer Museum kombinierte Eintritt für Einzelpersonen kostet für Erwachsene vier Euro sowie für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren zwei Euro. Für Kinder bis 5 Jahre ist der Eintritt frei.