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Goslarsche Zeitung v. 09. Juni 2009

Krönungsszene krönt die Schau

Zinnfigurenmuseum präsentiert neues Diorama: Beginn der deutschen Geschichte

 Am Morgen des Welterbetages gab es im Zinnfigurenmuseum bereits etwas zu enthüllen: Ein neues Diorama über das kaiserliche Goslar steht jetzt am Anfang des Rundgangs zur Goslarer Geschichte. Auch eine Art „Erbe“ – die Figuren wurden dem Museum von dem Goslarer Ehepaar Gudrun und Erich Deutsch zur Verfügung gestellt.

Museumsmitarbeiter Wolfgang Frank und Alain Gendre, die das Diorama konzipiert und gebaut hatten, nahmen den Sichtschutz weg. Dahinter kamen vollplastische Figuren zum Vorschein, eine optisch ansprechende, nicht überladene Schlüsselszene vor prächtiger Waldkulisse: Dem Sachsenkönig Heinrich, Vater Otto I., wird vor 1090 Jahren von den Gesandten des Reichstages zu Fritzlar die Königskrone überreicht – laut Museumsleiterin Antje Baensch der eigentliche Beginn der deutschen Geschichte. Die Geschichtsforschung ist sich nicht einig, wahrscheinlich aber spielte sich diese Szene in Quedlinburg ab, meinte Baensch. Stadtführer Gerhard Müller machte darauf aufmerksam, dass Heinrich trotz Annahme der Krone nicht offiziell gekrönt wurde: „Er hat sie nie aufgesetzt, blieb Zeit seines Lebens Designatus.“ Seiner Bedeutung tat das keinen Abbruch: Heinrich gründete 922 Goslar und darüber hinaus das Deutsche Reich.

Weitere Neuigkeiten aus der Lohmühle: Dank des ehemaligen Mitarbeiters William Heffelfinger, ein in Amerika geborener Deutscher, liegen die Dauerausstellungstexte jetzt auch in englischer Sprache vor.