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Goslarsche Zeitung v. 12. Mai 2009

„Varus verzockte Millionen bei den Hermann-Brothers“

Sonderausstellung zur Varusschlacht im Zinnfigurenmuseum an der Lohmühle eröffnet – 13 Dioramen zum Leben des Arminius

 In unendlicher Kleinstarbeit und mit großer Liebe zum Detail hat die Gruppe um den Berliner Sammler Hanno Schmuck sie gestaltet: Die Figuren der Ausstellung „Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder“. In 13 Dioramen wird das Leben des Arminius und seine Haupttat, die Vernichtung dreier römischer Legionen im Jahre 9 n. Chr., dargestellt.

„Der Kaiser Augustus hätte auch rufen können: `Gib mir meine Millionen wieder`“, meinte Hanno Schmuck mit Blick auf die Wirtschaftskrise. So ein Feldzug sei auch damals immens teuer gewesen. Seine Zinngießergruppe habe sich durch große Stapel von historischer Literatur durchgearbeitet, um eine Vorstellung von Rüstungen und Aussehen der Menschen zu erarbeiten. Aber: „Je mehr ich gelesen habe, desto dümmer wurde ich“, so der Berliner im Hinblick auf den seit Jahren schwelenden Historikerstreit um die Varusschlacht.

Zur Ausstellungseröffnung kamen nicht nur Goslarer Zinnfigurenfreunde: „Ihr scheut ja auch keine Entfernung, ihr Sachsen, ihr reiselustiges Volk“ –  so wurde die Leipziger Abordnung begrüßt. Selbst aus Hannover und Bochum kamen die Gäste – zur Freude von Vereinschefin Antje Baensch. Diese hatte in ihrer Begrüßung auf den Stellenwert der Schlacht hingewiesen: „Es war das Stalingrad der Römer.“ Dem Expansionsstreben des damaligen Römischen wie des Deutschen Reiches sei mit beiden Schlachten Einhalt geboten worden.

Die Dioramen im Obergeschoss der Lohmühle zeigen Szenen aus dem Leben des Germanen mit römischen Bürgerrecht. Seine Wahl zum Anführer ist ebenso dargestellt wie Szenen aus der folgenden Schlacht. Überaus filigran sind die Figuren gestaltet, farblich auf historischen Quellen basierend. „Da kann man sich richtig hinein vertiefen“, kommentierte Oberbürgermeister Henning Binnewies nach einem Rundgang. „Schaut man länger hin, so beginnen die Figuren scheinbar zu leben.“

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr zu sehen.